Ihr Psychologe online - Hilfe per Mail, Chat oder Telefon

Allgemeine Geschäftsbedingungen

psy-help-online.ch ist ein Teil der Einzelfirma Psychologische Ressourcen für Organisationen Herbert Kubat (nachfolgend Plattformbetreiber genannt), vertreten durch den Geschäftsführer Herbert Kubat, Chaumontweg 4, 3095 Spiegel b. Bern, eingetragen im Handelsregisteramt Bern unter der Firmennummer CH-035.1.032.092-2.

psy-help-online.ch bietet psychologischen Fachpersonen eine Plattform als Anbieter einer Online-Beratung (via Telefon, Email, Chat) im Sinne einer virtuellen Praxis an, sofern sie anerkanntes Mitglied des Netzwerks sind (nachfolgend Berater genannt). Nutzer dieser Plattform sind Klienten, welche eine Online-Beratung auf psy-help-online.ch beziehen (nachfolgend Nutzer genannt). Berater und Nutzer werden im folgenden Teilnehmer genannt, sofern Bestimmungen für beide zutreffen.

I. Zustandekommen der Nutzungsvereinbarung

  1. Die Vereinbarung mit psy-help-online.ch kommt für Nutzer durch den Bezug einer Dienstleistung im Sinne einer Online-Beratung, durch das Registrieren auf der Plattform mit Erhalt von Zugangsdaten (Benutzernamen, Passwort) und durch das Akzeptieren der vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustande.
  2. Für Berater kommt die Vereinbarung zustande, indem deren Antrag zur Aufnahme in das Plattformnetzwerk durch den Plattformbetreiber schriftlich (per Email oder Post) bestätigt wird und die vorliegenden AGB akzeptiert wurden.
  3. Die Zugangsdaten der Teilnehmer (Benutzername und Passwort) für den geschützten Online-Bereich (virtuelle Praxis) sind gegenüber Dritten geheim zu halten und dürfen diesen nicht zugänglich gemacht werden. Die Teilnehmer tragen die alleinige Verantwortung für nach dem Zugang vorgenommene Handlungen.
  4. Ein Abhandenkommen oder ein vermuteter Missbrauch der Zugangsdaten sind dem Plattformbetreiber unverzüglich zu melden.

II. Widerrufsrecht, Kündigung

  1. Eine Kündigung der Vereinbarung ist für alle Parteien jederzeit ohne Angaben von Gründen möglich.
  2. Der Widerruf oder die Kündigung von Beratern erfolgt per Email oder Briefpost an die im Impressum angegebene Adresse. In diesem Fall sind Berater besorgt, eine angefangene Beratung/Therapie im Interesse der Nutzer vor der Kündigung nach Möglichkeit zu einem guten Ende zu bringen (z.B. Abschliessen der Beratung, Übergabe an einen anderen Berater etc.).
  3. Der Widerruf oder die Kündigung des Plattformbetreibers erfolgt per Email oder Briefpost an die Adresse des jeweiligen Beraters.
  4. Eine explizite Kündigung für Nutzer ist nicht erforderlich. Die Kündigung erfolgt automatisch, indem keine Leistungen mehr bezogen werden. Bereits in Anspruch genommene Leistungen entbinden nicht von deren Entgeltpflicht.

III. Verantwortlichkeiten

  1. Es ist Beratern der Plattform untersagt:
    1. diese für eigene oder andere fremde Angebote als Werbemedium und ausserhalb der direkten kostenpflichtigen Beratung auf Psy-help-online.ch zu nutzen,
    2. Daten von Personen, welche die Beratungsplattform nutzen, zu erheben, zu speichern, zu verändern, zu übermitteln oder anderweitig zu nutzen,
    3. eine Anmeldung bei der Beratungsplattform unter falschen Angaben vorzunehmen,
    4. die abgerufenen Inhalte über den Vertragszweck hinaus im Ganzen oder in Teilen in irgendeiner Form dauerhaft zu speichern, zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich wiederzugeben oder in sonstiger Weise über den vereinbarten Zweck hinaus zu nutzen.
  2. Eine inhaltliche Prüfung von Beratungsleistungen durch den Plattformbetreiber findet aus Gründen der Vertraulichkeit nicht statt. Berater sind für die Inhalte ihrer Dienstleistung selbst verantwortlich.
  3. Berater verpflichten sich, zu den zwischen ihnen und Nutzern vereinbarten Zeiten im Internet anwesend zu sein und für Beratungen zur Verfügung zu stehen (gilt für Chats und Telefon-Termine). Email-Anfragen werden in der Regel zu den gebuchten Zeitterminen, spätestens aber innerhalb des Werktages des gebuchten Termins beantwortet.
  4. Beratern, die Termine aufgrund höherer Gewalt (z.B. Krankheit) nicht einhalten können, informieren betroffene Nutzer so früh wie möglich per Email und vereinbaren einen Ersatztermin.

IV. Rechtseinräumung zugunsten des Plattformbetreiber

  1. Der Berater räumt dem Plattformbetreiber für die Dauer des Vertrages und unter den Bedingungen des Vertrages die zur Vertragszweckerreichung notwendigen Rechte an seinen Inhalten ein.
  2. Der Plattformbettreiber gewährt keine Garantie für Konkurrenzschutz gegenüber anderen Beratern. Andere Berater können Inhalte mit gleichen oder ähnlichen Leistungen auf der Plattform anbieten. Ebenso gewährt der Plattformbetreiber keine Garantie für eine bestimmte Anzahl für Beratung nachfragende Nutzer.

V. Rechtsstellung der Parteien

  1. Zwischen dem Plattformbetreiber und dem Berater besteht keine Gesellschaft und kein Dienst- oder Anstellungsverhältnis. Der Plattformbetreiber übt kein Weisungsrecht gegenüber dem Berater aus und verfolgt mit diesem keinen gemeinsamen wirtschaftlichen Zweck. Der Berater ist für die ordnungsgemässe Versteuerung seiner über die Beratungsplattform erzielten Einkünfte selbst verantwortlich.
  2. Der Plattformbetreiber vermarktet die Plattform nach seinem Ermessen. Ein Anspruch auf individuelle Bewerbung seiner Inhalte durch den Plattformbetreiber besteht nicht. Werden Inhalte zum Zweck der Vermarktung durch den Plattformbetreiber genutzt, erlangt der Berater hierdurch keinen gesonderten Vergütungsanspruch.

VI. Entgelt, Vergütungen, Zahlungsansprüche

  1. Der Plattformbetreiber behält sich vor, bei Auffälligkeiten, Unregelmässigkeiten oder begründetem Missbrauch Überprüfungen durchzuführen und gegebenenfalls den betreffenden Berater von der Nutzung der Plattform auszuschliessen.
  2. Nutzern entstehen für das Registrieren auf der Plattform und für den Zugriff auf eigene archivierte und dokumentierte Beratungssitzungen (Chat, Webmails) keine Kosten. Die Höhe des Honorars für zu beziehende Beratungssitzungen ist auf der Plattform ersichtlich und richtet sich nach der zur Verfügung gestellten Beratungszeit. Das Honorar wird im Voraus über eine sichere Zahlungsüberweisung über das Internet bezahlt (z.B. paypal).
  3. Es besteht kein Anspruch auf eine Beratungsleistung, die nicht im Voraus einbezahlt wurde. Im Voraus bezahlte Leistungen müssen innerhalb von sechs Monaten bezogen werden, andernfalls entfällt der Anspruch auf diese. Im Voraus einbezahlte aber nicht gebuchte und verwendete Sitzungen werden auf Antrag (per Email an den Plattformbetreiber) zurückerstattet, sofern der Antrag vor Ablauf von sechs Monaten nach Einzahlung gestellt wird. Im Falle von Rückerstattungen werden gewährte Mengenrabatte mit der Anzahl tatsächlich bezogener Sitzungen und eventuell anfallenden Rückerstattungsgebühren (paypal) aufgerechnet, was eine Erhöhung des durchschnittlichen Honorars pro Einzelsitzung zur Folge haben kann.
  4. Sitzungen müssen mindestens 48 Stunden im Voraus im Online-Kalender vereinbart werden. Sitzungen, die vom Nutzer nicht zum vereinbarten Termin eingehalten werden können, müssen mindestens 48 Stunden im Voraus per E-Mail an den gewählten Berater abgesagt werden, andernfalls werden sie berechnet. Berater, die eine vereinbarte Sitzung aus Gründen höherer Gewalt (z.B. Krankheit etc.) nicht einhalten können, benachrichtigen den Nutzer per E-Mail und vereinbaren einen neuen Alternativtermin.
  5. Der Plattformbetreiber erfasst von Nutzern gebuchte und einbezahlt Leistungen und rechnet diese einmal pro Monat ab. Nutzer und Berater erkennen die vom Plattformsystem erfassten Daten als die verbindliche Grundlage für die Abrechnung an. Berater erhalten für ihre erfassten und erbrachten Leistungen monatlich eine Banküberweisung auf ihr Konto. Die Fälligkeit tritt vierzehn Tage nach Abrechnung, die dem Berater via Email übermittelt wird, ein.
  6. Der Plattformbetreiber erhält für seine Leistungen (technischer Betrieb der Beratungsplattform, Vermittlung von Beratungskontakten, Vermarktung, Dienstleistungen etc.) eine Vergütung vom Berater, die vor der Honorarüberweisung in Abzug gebracht wird. Die Höhe der Vergütung wird mit dem Berater bei Aufnahme in das Beratungsnetzwerk gesondert geregelt.
  7. Der Berater beauftragt und ermächtigt den Plattformbetreiber, das Honorar in seinem Namen gegenüber dem Nutzer geltend zu machen. Eine eigene Geltendmachung der Forderung durch den Berater gegenüber Nutzern ist grundsätzlich ausgeschlossen, solange der Plattformbetreiber im Rahmen dieses Auftrages die Forderung geltend macht. Im Falle des Widerrufs des Einzugsauftrages durch den Berater gegenüber dem Plattformbetreiber steht diesem ein Sonderkündigungsrecht zu.

VII. Haftung

  1. Im Falle von Online-Therapie / Beratung kann es zu Unterbrüchen in der Datenübertragung kommen. Für Störungen, Fehler, Verzögerungen und sonstige Leistungshindernisse, die bei der Übermittlung von Inhalten über das Internet oder Telefonnetz auftreten, haftet der Plattformbetreiber nicht, sofern diese nicht in seinem Verantwortungsbereich oder in dem seiner Erfüllungsgehilfen liegen.
  2. Der Plattformbetreiber ist ausschliesslich Host-Provider. Die Verantwortung für die durch einen Berater verbreiteten Inhalte liegt ausschliesslich und alleine bei diesem. Dies gilt nicht, soweit der Plattformbetreiber positive Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten hat.
  3. Machen Dritte oder andere Mitglieder gegenüber dem Plattformbetreiber Ansprüche geltend, die aus dem Verstoss eines Beraters gegen diese AGB oder wegen des Ersuchens, des Abrufs oder des Angebots von Inhalten, die gegen das Gesetzt oder gegen die guten Sitten verstossen, bestehen, so verpflichtet sich das Mitglied, den Plattformbetreiber von diesen Ansprüchen freizustellen oder diese Ansprüche zu erfüllen. Über die Geltendmachung dieser Ansprüche wird der Plattformbetreiber den Berater unverzüglich informieren. Unberührt davon bleibt das Recht des Plattformbetreibers, weitere zivilrechtliche Ansprüche gegen den Berater geltend zu machen.
  4. Die Nutzung der Beratungsplattform erfolgt in eigener Verantwortung und auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Plattformbetreiber übernimmt keine Haftung für Datenverlust oder Computerschaden, der beim Abruf von Daten über die Beratungsplattform entsteht, soweit dieser nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde.
  5. Der Plattformbetreiber garantiert nicht für Bonität, Identität oder Fachkompetenz des Nutzers. Eine diesbezügliche Haftung ist ausgeschlossen. Für die Uneinbringbarkeit einer Forderung gegenüber einem Nutzer haftet der Plattformbetreiber nicht.

VIII. Datenschutz

  1. Alle vom Plattformbetreiber im Rahmen der Anmeldung erhobenen Daten sowie die während der Nutzung entstehenden Daten werden ausschliesslich für den Zweck der Vertragserfüllung sowie zur Wahrung berechtigter und nachgewiesener Interessen Dritter (beim Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Grundlage zur Einsichtnahme) sowie zum Zweck der Abrechnung erhoben, gespeichert und genutzt, soweit nicht das ausdrückliche Einverständnis des Nutzers zu einer darüber hinausgehenden Nutzung vorliegt oder das Gesetz dies erlaubt.
  2. Daten von Nutzern (Informationsformular, Texte von Chats, Webmails) werden nur im Zusammenhang mit der Online-Beratung und nur für den späteren Zugriff durch direkt beteiligte Teilnehmer in einem gesicherten, geschützten Bereich auf dem Server des Plattformbetreibers verschlüsselt gespeichert. Eigene Notizen, die sich Berater im Sinne der Qualitätssicherung ihrer Beratungen machen, sind vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
  3. Es ist strikt untersagt, Daten von Nutzern an Dritte weiterzuleiten oder diesen zugänglich zu machen. Eine Ausnahme besteht bei Gefahren im Verzug (Selbst- oder Fremdgefährdungen). In diesem Falle liegt es im Ermessen der Berater eventuell höhere Interessen (z.B. Leib und Leben Dritter) zu wahren.
  4. Auf dem Server gespeicherte Daten dürfen nicht zusätzlich auf dem eigenen Computer der Berater gespeichert werden. Speichern Nutzer Daten auf ihrem eigenen Computer ab, lehnt der Plattformbetreiber jede Verantwortung für eventuellen Datenmissbrauch ab.

IX. Schlussbestimmungen

  1. Der Plattformbetreiber behält sich das Recht vor, diese AGB zu ändern. Eine solche Änderung teilt er allen Teilnehmern per Email an die im Teilnehmerdatensatz hinterlegte Email-Adresse mit. Wird den neuen AGB nicht innerhalb von 14 Tagen (Widerspruchsfrist) nach Mitteilung widersprochen oder wird nach Ablauf dieser Widerspruchsfrist der Mitgliedszugang weiterhin genutzt, so gelten die neuen AGB als angenommen. Hierauf wird der Plattformbetreiber in der Benachrichtigungs-Email nochmals gesondert hinweisen. Im Falle des Widerspruchs endet das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen AGB.
  2. Der Nutzungsvertrag einschliesslich dieser AGB unterliegt dem Schweizer Recht. Für Streitigkeiten, die sich aus oder im Zusammenhang mit der Nutzung der Dienste des Plattformbetreibers ergeben, vereinbaren die Parteien Bern als Gerichtsstand.
  3. Für den Fall, dass eine oder mehrere Bestimmungen dieser Nutzungsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sind oder werden, so wird hiervon die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen dieses Vertrages nicht berührt. In diesem Falle finden die gesetzlichen Bestimmungen Anwendung.